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20.12.2004
4 Tipps fürs Weihnachtsfest....…

1. Am Weihnachtsbaum IMMER erst die OBEREN Kerzen entzünden.
Ansonsten neigt die vom Gänsebraten gestreckte - und deshalb offen getragene - Baumwollweste gefährlich dazu, beim Rüberbeugen über bereits brennende Kerzen ein Raub der Flammen zu werden. Sieht zwar vielleicht recht lustig aus, macht aber nur Stunt-Profis wirklich Spass......

2.
In unserer Familie immer ein wichtiger Tip:
Weihnachtslieder immer nur Vollplayback singen. So vermeidet man grausam unharmonische „Stiiiiiiiihiiiiläääää Naaaaaaacht........haaaaaaaaiiiiilliiiggäääääää Naaaaaaacchhhhht“

3.
In jeder Beziehung kommt es früher oder später zu dieser verhängnisvollen Absprache:
Das legendäre „...Dieses Jahr schenken wir uns nichts“ Abkommen.

Das bedeutet für IHN:
Du sitzt jetzt tief in der Tinte, denn:

SIE erwartet definitiv eine „Kleinigkeit“!
Natürlich kein Geschenk, denn dafür gab es ja das „Dieses Jahr schenken wir uns nichts“ Abkommen – nein, nein, es muss nur eine kleine Aufmerksamkeit sein: Parfum, Schmuck, Musicalkarten – eben alles was bei einer Frau unter „Kleine Aufmerksamkeit“ fällt, und nicht unter Kategorie „Geschenk“.

Deshalb der wichtigste Tip für „SIE“:
Bitte, bitte, bitte: Erklärt uns doch endlich einmal WO genau der Unterschied ist zwischen einem „Geschenk“ und einer „kleinen Aumerksamkeit“ liegt.
Bis heute ist es keinem männlichem Wesen gelungen diesen kleinen aber feinen Unterschied herauszufinden, und so irren wir vorweihnachtlich verstört durch die Kaufhäuser und suchen nach der Kleinigkeit die kein Geschenk ist, oder nach dem Geschenk das sich verhält wie eine Kleinigkeit.........

4.:
Das legendäre Reservegeschenk.
Ich habe zu Weihnachten IMMER ein Reservegeschenk das an Grösse, Ausmaß und Preis definitiv jeden Rahmen sprengt.
Einen Kaufvertrag über einen Kleinwagen, eine Reisebuchung auf die Malediven, oder ein sündteures Abendkleid von Prada.
Natürlich kann ich mir das alles gar nicht leisten, und der Trick ist ja auch, dass es nur das Reservegeschenk ist.

Und so funktionierts:
Sollte es mir einmal passieren das mein eigentliches Weihnachtsgeschenk derart grandios in die Hose geht, dass meine Liebste vor schmerzlicher Enttäuschung am Boden liegt, und die Feiertage den Bach runter zu gehen drohen, würde mein Reservegeschenk sicherlich im Nullkommanix alles wieder einrenken.

Bisher habe ich mein Reservegeschenk noch nie gebraucht, konnte die Reisen stornieren, bin von Kaufverträgen zurückgetreten, und habe die Prada Kutten in die Boutique zurückgetragen.
Denn der eigentliche Vorteil dieser Strategie liegt darin, das ich mit einem derart TEUREN Reservegeschenk aufs Äußerste bemüht bin, daß mein tatsächliches Geschenk nicht floppt.
Für Männer ist das wohl der beste Antrieb sich beim Geschenkeeinkauf so richtig Mühe zu geben!
„Hey, klappt Dein Erstgeschenk nicht, wird‘s richtig teuer!!!“

Und andererseits bedeutet diese Strategie aber auch, egal was man anstellt, man wird die Liebe seines Lebens am heilig Abend nicht enttäuschen können – zündet das Ursprungsgeschenk nicht, rettet das Hammerreservegeschenk ALLES – Zwar zu Lasten des Kontos, aber hey, das ist es uns doch allemal Wert, oder?
Und Tränen in den Augen würden in dem Falle bestimmt beide haben......so oder so.....


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