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17.04.2005 beeing home......… Nun bin ich also gerade erst dem dem Frühstücks-terror und Baustellenlärm entkommen, (siehe letzer Eintrag) und hocke hier auf dem heimischen Sofa. Herrlich. Herrlich??? Zum ersten Mal realisiere ich hier, dass ich mich die nächsten 5 Wochen nur mit Krücken in der Senkrechten halten kann - 5 Wochen. sagte ich schon wie lange? FÜNF VERFLIXTE WOCHEN. Im Krankenhaus dachte ich noch: Jaja, kein Problem, hauptsache erst mal wieder zu hause sein, der Rest ist doch Pippifax. HA! Denkste. Natürlich versuche ich meine Selbstständigkeit so weit wie möglich zu erhalten. Das Frühstück (NATÜRLICH NICHT VOR 9:00!!!) wird selbst zubereitet - nur wie bekommt man es dann zum Esszimmertisch - oder noch besser zum Sofa, wo man das Frühstück wie gewohnt beim Fernsehen einnehmen kann?? Kein Problem: Eine Krücke bleibt in der Küche, in die so frei gewordene Hand, kommt der Teller mit dem Marmeladenbrot. Die Strecke zum Wohnzimmer wird ergo auf einem Bein hüpfend überwunden, die Krücke in der zweiten Hand übernimmt schwankungsausgleichende Stabilisierungsaufgaben - ganz ähnlich dem Schwanz eines Eichhörnchens. Auch wenn ich es schon immer geahnt hatte, aber: Ich bin KEIN Eichhörnchen, und was die Biester so alles mit Ihrem Schwanz ausbalancieren - meinen allergrössten Respekt: Das schaffe ich wohl niemals mit keinem meiner Gliedmaßen., geschweige denn mit meinem......naja, egal. Jedenfalls erspare ich Euch nun die pyhsikalische Erkenntniss über zu Boden fallende Marmeladentbrote, denn was beim Brötchen ja noch ganz nette Muster auf die Fliesen zaubert, stellt bei einem gehüpft servierten Glas Milch jede Beuys'sche Fettecke in den Schatten! Will sagen: Die Wohnung sollte nunmehr in seiner Gesamtheit als expressionistisches Kunstwerk betrachtet werden - Milch überall! Ein absolut beeindruckendes künstlerisches Statement gegen die überbordenden Agrarsubventionen in der EU, ein fulminanter Aufschrei gegen ungebremstes Konsumverhalten mit deutlicher Kritik des bestehenden kapitalistischen Systems und nicht zuletzt: Eine Riesensauerei. Verdammt. Ich habe eine kleine Ewigkeit gebraucht um die Milch aus den Ecken, und die Marmelade aus den Fugen zu bekommen - und als der Hund unseres Nachbarn heute morgen so leidenschaftlich intensiv am Boden leckte, war ich mir nicht mehr sicher meinen Putzjob wirklich gut gemacht zu haben. gelegentlich freut sich meine Freundin auch noch über das frühlingsverheissende Himbeeraroma im Flur. Wenigstens konnte ich dabei auf allen vieren (meine Knie sind ja OK) krabbeln, was das Transportproblem aber noch immer nicht gelöst hat. Nunja, ich forsche weiter, und sobald ich den Durchbruch erziehlt habe, lest ihr natürlich hier davon. mit expressionistischen Grüssen, Oliver Beerhenke [zurück zur Übersicht der aktuellen Einträge im Logbuch] |
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